Bargeldlos in den Sommerurlaub: Sicher mit Kreditkarte verreisen

Sommer ist Reisezeit. Ob Backpacking in Thailand, Entspannen auf den Malediven oder Sightseeing in New York City – wer im Urlaub auf eine flexible und sichere Reisekasse Wert legt, ist mit einer Kreditkarte gut beraten. Doch auch die digitale Geldbörse will gut geschützt sein.

Verbraucherschützer und Finanzexperten raten Reisenden, im Urlaub verschiedene Bezahlmodelle zu nutzen. So sei die Bankkarte, erkennbar am V Pay- oder Maestro-Logo für Bargeldabhebungen im EU-Ausland gut geeignet, die Kreditkarte hingegen ermöglicht unkompliziertes Einkaufen überall auf der Welt. Zusätzlich sollte etwas Bargeld mitgeführt werden – maximal jedoch ein Drittel des gesamten Urlaubsbudgets – mit dem kleine Snacks am Bahnhof oder Flughafen oder die Taxifahrt zum Hotel bezahlt werden können.
Wer seine Bankkarte für Bargeldabhebungen nutzen möchte, sollte dies zuvor mit seiner Bank besprechen, denn oftmals ist diese nicht für den Auslandseinsatz freigeschaltet. Nachteil der Girokarten: Sie werden im Nicht-EU-Ausland nicht akzeptiert, flexibler sind Reisende also mit einer echten Kreditkarte. Mit Kreditkarten der beiden Marktführer VISA und MasterCard können Urlauber bei 30 Millionen Händlern überall auf der Welt bargeldlos einkaufen, an über 1,7 Millionen Geldautomaten kann die Landeswährung abgehoben werden. Kunden, die mit Kreditkarte bezahlen möchten, sollten jedoch bei ihrer Bank Informationen zu den Gebühren für Auslandsverfügungen einholen, damit es nach der Heimkehr kein böses Erwachen gibt. Durchschnittlich verlangen Banken 2-4 Prozent des Auszahlungsbetrages, 1-2 Prozent für Einkäufe. Auch das Verfügungslimit sollte erfragt werden, damit das Lieblingssouvenir nicht im Laden bleiben muss.


Sicherheit geht vor: Karte sperren lassen


Auch wenn die kleine Plastikkarte sehr sicher ist, sollten Urlauber nicht unvorsichtig werden, die Aufbewahrung im Brustbeutel ist die beste Methode, sie vor Diebstahl zu schützen. Kommt es dennoch zum Verlust oder Diebstahl der Karte, muss diese sofort bei der Bank gesperrt werden, nur so bleibt die Haftung des Inhabers auf 50 Euro beschränkt, wenn Diebe die Karte missbrauchen. Wer die Notfallnummer seines Anbieters nicht parat hat, kann die deutschlandweit gültige, kostenlose Nummer 116 116 oder die gebührenpflichtige Nummer +49 116 116 aus dem Ausland anrufen. Eine Alternative ist die App "Reise + Geld" des Bankenverbandes, die alle wichtigen Sperrnummern auflistet. Bereits vor dem Urlaub sollten sich Urlauber die PIN-Nummer notieren, entweder im Handy abspeichern oder auf einem separaten Stück Papier, das selbstverständlich nicht in der Geldbörse mitgeführt werden sollte. Denn viele Händler erwarten die Eingabe der Geheimnummer. Wer auf Nummer sicher gehen will, recherchiert außerdem die wichtigsten Nummern der vor Ort befindlichen Behörden und Ämter, die im finanziellen Notfall ebenfalls Hilfe anbieten.

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