Forex Trading

Eine Form der Geldanlage, die in den letzten zwei Jahren von einer steigenden Anzahl an Privatkunden genutzt wird, ist das Forex Trading. Forex Trading ist die Fachbezeichnung für den Devisenhandel, also den Handel mit fremden Währungen fernab des Euros. Zwei Merkmale sind besonders kennzeichnend für das Forex Trading, nämlich die extrem hohen möglichen Gewinne auf der einen Seite, aber auch das sehr hohe Verlustrisiko auf der anderen Seite. Bei kaum einer anderen Geldanlage sind in sehr kurzer Zeit sehr hohe Gewinne von mehreren hundert Prozent genauso möglich, wie ein Totalverlust. Viele Experten bezeichnen den Devisenhandel daher auch nicht als Geldanlage und schon gar nicht als eine mittel- oder langfristige Kapitalanlage, sondern als eine reine Spekulation.

Noch vor gut fünf Jahren haben sich fast nur Banken und größere Unternehmen am Forex Trading beteiligt, zum Beispiel um Handelsgeschäfte mit ausländischen Unternehmen in Fremdwährung gegen Währungsverluste abzusichern. Seitdem aber die so bezeichneten Forex Broker für „Jedermann“ kostenlos ein Handelskonto mit zugehöriger Handelsplattform anbieten und zudem noch Kapital verleihen, kann praktisch auch bereits der Kleinanleger mit wenigen hundert Euro Kapital am Devisenhandel teilnehmen. Praktisch funktioniert das Forex Trading so, dass man auf das Wertverhältnis zweier Währungen zueinander „wettet“, das letztendlich im jeweiligen Devisenkurs ausgedrückt wird. Das beliebteste Handelspaar ist in diesem Bereich das Währungspaar Euro und US-Dollar. Aber grundsätzlich ist nahezu jede frei konvertierbare Währung weltweit gegen eine andere Währung handelbar.

Wichtige Fachbegriffe, die man vor dem Handel mit Devisen kennen sollte, sind beim Forex Trading der Hebel, das Margin, der Margin Call und der Spread. Darüber hinaus gibt es noch weitere Fachbegriffe wie Short- oder Long-Position, Stop-Loss Order und Limit, deren Bedeutung man ebenfalls kennen sollte. Der Hebel symbolisiert faktisch das vom Forex Broker an den Anleger verliehene Kapital, welches um ein Vielfaches höher ist als das eigene Kapital, welches der Kunde investieren möchte. Mitunter gibt es sogar Hebel von 400:1, der Broker leiht dem Kunden dann das 440-fache seines eingesetzten Kapitals, welches als Margin (Sicherheitsleistung fungiert). Als Spread wird die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs bezeichnet, die als Kostenfaktor anzusehen ist.