Rürup Rente

Alle Bürger in Deutschland die einer Tätigkeit nachgehen, haben vom Grundsatz her einen Anspruch auf die Leistungen der Rürup Rente. Diese staatliche Förderung in der Kategorie private Altersvorsorge wird zwar fast ausschließlich von selbständig tätigen Personen genutzt, aber dennoch können vom Prinzip her auch Arbeitnehmer die Förderung beantragen. Konkret beinhaltet die Rürup-Rente, die ebenfalls als Basisrente bezeichnet werden kann, steuerliche Vorteile. Diese Vorteile sind in der Form vorhanden, dass Sparbeträge, welche in einen Rürup-Sparvertrag fließen, als Vorsorgeaufwendungen steuerlich berücksichtigt werden. Somit reduziert sich für den Sparer effektiv die jährliche Steuerlast, was im Gegensatz zur Riester-Förderung eine eher indirekte Förderung ist.

Als Selbständiger hat man ausschließlich die Möglichkeit, die Rürup-Förderung zu nutzen. Arbeitnehmer hingegen haben das Recht, zwischen Riester und Rürup zu wählen. Ein wichtiger Tipp für diese Personen ist es, eine Vergleichsrechnung zwischen beiden Varianten durchzuführen. Denn vor allem für Arbeitnehmer, die alleinstehend sind und ein gutes Einkommen haben, kann die Rürup-Rente sogar die finanziell attraktivere Alternative zur Riester-Rente sein. Förderungsfähig sind im Zuge der Basisrente nur sehr wenige Anlage- und Sparformen, wie die private Rentenversicherung, britische Versicherungen und bestimmte Fondssparpläne. Darüber hinaus müssen diese Produkte noch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit sie als rürupfähig gelten. Dazu zählt beispielsweise auch, dass die Auszahlung als Leibrente und nicht vor dem 60- Lebensjahr beginnen darf.

Absetzbar sind im Zuge der Basisrente alle jährlichen Sparbeiträge, die in den Rürupvertrag fließen, allerdings maximal bis zu 20.000 Euro pro Person. Die Sparbeiträge können auch nicht in vollem Umfang als Sonderausgaben bzw. genauer gesagt in Form der Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden, sondern jährlich nach Prozenten gestaffelt. Aktuell (2010) können 70 Prozent der jährlich geleisteten Sparbeiträge abgesetzt werden, in 2011 werden es 72 Prozent sein, in 2012 dann 74 Prozent usw.. Für eine Person, die jährlich in 2010 beispielsweise 1.800 Euro in einen Sparvertrag eingezahlt hat, errechnet sich so eine steuerliche Absetzbarkeit von 1.260 Euro. Bei einem Steuersatz von beispielsweise 27 Prozent würde sich daraus eine Steuerersparnis von rund 340 Euro ergeben.

Rürup Rente Tarifvergleich